georg erzählt in einer selbsthilfegruppe über seine erfahrungen mit den mondphasen. sein name ist geändert, die fakten so verändert, dass sie sinngemäß stimmen, aber keine rückschlüsse auf seine person oder die betroffene frau zulassen. georg ist damit einverstanden, dass ich diese geschichte hier erzähle.
georg lernte vor 15 jahren eine frau im internet kennen. anfangs war alles super und leiwand, sie verstanden sich prächtig, kein wölkchen trübte den himmel. nach drei jahren beschlossen sie zusammen zu ziehen und zu heiraten. seine frau bekam im abstand von jeweils zwei jahren drei kinder. doch das war nicht das problem.
ab dem zeitpunkt der hochzeit veränderte sich der charakter seiner frau. sie war nicht mehr so entspannt und lebenslustig wie früher. anfangs knallte sie zu vollmond immer zwei bis drei tage durch. einige monate nach dem ersten kind begann sie, 7 bis 8 tage im monat durchzuknallen, just beginnend immer ein bis zwei tage vor vollmond. ich versuchte zu verstehen, dass es ihr zeitweise schlimm ging, wollte einfach für sie da sein, hilfsbereit, aber nicht belehrend oder vereinnahmend. die lage änderte sich kaum
weitere zwei jahre später, zwischen dem zweiten und dem dritten kind verschlimmerte sich die lage zusehends. sie war durchgehend drei wochen im monat emotional nicht mehr erreichbar. auch da hielt sie sich ziemlich genau an die mondphasen. ich konnte fast taggenau vorhersagen, wann sie wieder mit der durchgeknallten phase beginnen wird. zu diesem zeitpunkt spürte ich erste gesundheitliche folgen, und dass auch die kinder unter diesen permanenten wut- und zornesausbrüchen zu leiden begannen. die ausbrüche fanden interessanterweise nur zu hause statt. schneite die schwiegermutter zur tür herein oder eine ihrer besten freundinnen, war sie ruhig und friedlich, wie er sie schon lange nicht kannte. allmählich dachte georg nun darüber nach, wie er und die kinder nun lebend aus dieser beziehung raus kämen.
nach der geburt des dritten kindes waren keine besserungsphasen mehr in sicht. es kam wenige monate später zum bruch. die mutter konnte es mit einem guten anwalt so drehen, dass er an allem schuld war und fortan komplett weggesperrt wurde. er sieht seine kinder nicht mehr. nur mehr am rande bekommt er mit, dass die kinder von anfang an in kindergarten und schule verhaltensauffällig sind. und dass die therapie-szene dahinter gut funktioniert. er sieht das an den leistungsberichten seiner sozialversicherung, weil untersuchungen und therapien seinem krankenkassenkonto angeschlossen werden.
georg scheint nun einigermaßen über seine tragischen beziehungserfahrungen hinweg gekommen
zu sein. wann immer ihm die lage seiner kinder bewusst wird, bekommt er ein beklemmendes gefühl. würde er diese situation aber nicht akzeptieren, zerbräche er und das wäre für seine kinder vermutlich noch schlimmer als wenn sie überhaupt keinen vater mehr hätten. und irgendwann werden sie zu fragen beginnen, wer und wo ihr vater sei. dann könne er ja da sein.
georg lernte vor 15 jahren eine frau im internet kennen. anfangs war alles super und leiwand, sie verstanden sich prächtig, kein wölkchen trübte den himmel. nach drei jahren beschlossen sie zusammen zu ziehen und zu heiraten. seine frau bekam im abstand von jeweils zwei jahren drei kinder. doch das war nicht das problem.
ab dem zeitpunkt der hochzeit veränderte sich der charakter seiner frau. sie war nicht mehr so entspannt und lebenslustig wie früher. anfangs knallte sie zu vollmond immer zwei bis drei tage durch. einige monate nach dem ersten kind begann sie, 7 bis 8 tage im monat durchzuknallen, just beginnend immer ein bis zwei tage vor vollmond. ich versuchte zu verstehen, dass es ihr zeitweise schlimm ging, wollte einfach für sie da sein, hilfsbereit, aber nicht belehrend oder vereinnahmend. die lage änderte sich kaum
weitere zwei jahre später, zwischen dem zweiten und dem dritten kind verschlimmerte sich die lage zusehends. sie war durchgehend drei wochen im monat emotional nicht mehr erreichbar. auch da hielt sie sich ziemlich genau an die mondphasen. ich konnte fast taggenau vorhersagen, wann sie wieder mit der durchgeknallten phase beginnen wird. zu diesem zeitpunkt spürte ich erste gesundheitliche folgen, und dass auch die kinder unter diesen permanenten wut- und zornesausbrüchen zu leiden begannen. die ausbrüche fanden interessanterweise nur zu hause statt. schneite die schwiegermutter zur tür herein oder eine ihrer besten freundinnen, war sie ruhig und friedlich, wie er sie schon lange nicht kannte. allmählich dachte georg nun darüber nach, wie er und die kinder nun lebend aus dieser beziehung raus kämen.
nach der geburt des dritten kindes waren keine besserungsphasen mehr in sicht. es kam wenige monate später zum bruch. die mutter konnte es mit einem guten anwalt so drehen, dass er an allem schuld war und fortan komplett weggesperrt wurde. er sieht seine kinder nicht mehr. nur mehr am rande bekommt er mit, dass die kinder von anfang an in kindergarten und schule verhaltensauffällig sind. und dass die therapie-szene dahinter gut funktioniert. er sieht das an den leistungsberichten seiner sozialversicherung, weil untersuchungen und therapien seinem krankenkassenkonto angeschlossen werden.
georg scheint nun einigermaßen über seine tragischen beziehungserfahrungen hinweg gekommen
zu sein. wann immer ihm die lage seiner kinder bewusst wird, bekommt er ein beklemmendes gefühl. würde er diese situation aber nicht akzeptieren, zerbräche er und das wäre für seine kinder vermutlich noch schlimmer als wenn sie überhaupt keinen vater mehr hätten. und irgendwann werden sie zu fragen beginnen, wer und wo ihr vater sei. dann könne er ja da sein.
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