Donnerstag, 10. Dezember 2015

tagebuch und co

florian schildert in einem tollen gespräch wie er mit seinen belastungen umgeht. es hat ihn ziemlich schwer erwischt. die kindheit sehr belastend, die schulzeit ein dauerhorror, und nach der schule schien es nicht besser zu werden.

irgendwann erfuhr florian etwas von channeling und der praxis, dass manche leute sich hinsetzen können und in einem flow-artigen zustand ganze bücher schreiben. anfangs war er skeptisch, aber irgendwann juckte es ihn und er begann sich alles von der seele zu schreiben, was ihn bedrückte. er startete seinen laptop und wie durch geisterhand fügte sich ein gedanken nach dem anderen. sein erster literarischer erguss endet nach ca. 8 maschinschreibseiten. und er spürte plötzlich, dass es ihm besser ging. wie eine last, die er von seinen schultern abstreifte, und in seinen laptop schob. viele dinge ordneten sich plötzlich, die er hinter einem diffusen nebel vermutete, aber bisher nicht zu fassen bekam.

florian schreibt heute fast täglich sein computertagebuch. er nimmt dazu ein gerät, das nicht mit dem internet verbunden ist, um zu verhindern, dass keine daten raus kommen oder ausspioniert werden können. und irgendwie scheint es florian auch wichtig zu sein, etwas für die nachwelt zu hinterlassen. er stellte fest, dass menschen aus seiner umgebung oft sehr rasch versterben und niemand kannte diese menschen wirklich gut. in einigen fällen bedauerte er es, nichts mehr von diesen menschen vorzufinden. florian druckt deshalb seine niederschriften aus, gibt sie in ein kuvert, verklebt sie, und legt sie in einen ordner, wo auch seine dokumente drin sind. wann immer jemand nach seinem ableben das bedürfnis hat, sich mit ihm auseinanderzusetzen, soll er/sie nicht daran gehindert werden.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen