Mittwoch, 2. Dezember 2015

arschkarte

der begriff "arschkarte" kommt aus dem fussball und bezeichnet die rote karte, die damals in der gesässtasche innen, also am arsch getragen wurde. so sollte gewährleistet sein, dass der schiedsrichter nicht irrtümlich die falsche karte bei einem foul zieht. heute steht die arschkarte für ein besonders schlechtes los, das gezogen wurde.

man kann auch in beziehungen die arschkarte ziehen.

zb. wenn ein erfolgreiches alpha-männchen oder -weibchen von erfolgreichem business-man oder woman auf kindesvater oder kindesmutter updatet, mit dieser rolle aber überhaupt nicht klar kommt.

oder sie landen in einem unterhalts- oder obsorgestreit mit jemand, der auf einem amt oder in deren nähe arbeitet. da haben sie dann keine wirklich gute perspektive.

oder sie landen in einer beziehung mit einem partner, der schon mehrere rosenkriege erfolgreich mit allen untiefen überlebt hat. sie haben ambitionen, das nächste opfer zu sein.

oder sie landen bei jemandem, der immer unschuldig ist, und weiss, wie er ihnen die schuld an allem in die schuhe schieben kann. da ist dann ihre leidensfähigkeit gefordert. in diesem fall wünsche ich ihnen nicht allzuviel davon. je leidensfähiger sie sind, um so länger werden sie leiden müssen. keine gute perspektive.

glücklicherweise gibt es eine antithese zur arschkarte. john gray beschreibt das phänomen des seelengefährten, das menschen lange sehr glücklich machen kann. setzt allerdings voraus, dass sie glücksfähig sind. was leider in den meisten fällen nicht selbstverständlich ist. geben sie die hoffnung nicht auf!
 




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