das paarungsverhalten des homo sapiens unterscheidet sich von vielen anderen tierarten sehr wesentlich. es zu durchschauen hilft möglicherweise, die verhaltensmuster von männchen und weibchen besser zu verstehen.
evolutionsbiologisch sitzt unser paarungsverhalten im kleinhirn, dort wo alle unsere instinkte sitzen. evolutionsbiologisch hat paarung einen sinn: die erhaltung und vermehrung der eigenen art. ursprünglich war es auch darauf beschränkt. als unsere vorfahren in einer umgebung lebten, wo futter ganzjährig zur verfügung stand, keine besonderen gefahren drohten, war die bildung einer klassischen familie nicht notwendig. war das weibchen in einer versorgungslage, um ein kind auszutragen, startete der zyklus, es zeigte paarungsbereitschaft, diese wurde einem genetisch geeigneten männchen signalisiert, es kam zur paarung, zum eisprung und idr. zu einer erfolgreichen trächtigkeit. darüber hinaus spielte das männchen in dieser struktur keine rolle.
war die versorgung des weibchens schlecht, zb. war es wegen nahrungsmangel oder krankheit zu sehr abgemagert, setzte der zyklus aus. ein effekt, den wir auch heute bei frauen kennen. wurde die versorgung wieder besser, setzte der zyklus wieder ein und es kam wieder zu einer trächtigkeit.
das weibchen hat sich instinktiv einen paarungspartner gesucht, der sich genetisch möglichst weit von ihr unterschieden hat. sie wollte damit inzucht vermeiden. eine trächtigkeit war eine große resourcen-verbrauchende investition. ein kind sollte lebensfähig sein und bis zur selbsterhaltungsfähigkeit aufgezogen werden können. kam es zu keiner erfolgreichen paarung, folgte der nächste eisprung ca. 28 tage später, so lange, bis es wieder zu einer erfolgreichen trächtigkeit kam. möglicherweise wurde die hauptpaarungszeit mit den jahreszeiten synchronisiert, dass die kinder nicht in ungünstigen jahreszeiten mit zu geringem nahrungsangebot geboren wurden und dadurch eine zu geringe überlebensfähigkeit gegeben war.
war eine paarung erfolgreich, suchte das weibchen wieder sein eigenes umfeld, also menschen mit ähnlichen genen auf, um in einer vertrauten sicheren umgebung das kind austragen, gebären und hochziehen zu können. ähnliche verhaltensmuster finden wir auch heute noch.
da unsere vorfahren noch etwas gebückt gingen, reichten eine anschwellende scham und eine bestimmte duft-signale aus, um männchen zur paarung anzulocken. beides wird die menschheit in ähnlicher form noch lange begleiten. dass männchen überwiegend auf optische reize reagieren, während frauen überwiegend auf olfaktorische reize ansprechen, hat also auch einen tieferen biologischen sinn.
als der mensch seinen lebensraum in unwirtlichere gegenden verlegte, war er gezwungen zu jagen, um in zeiten längerer schneedecke oder frost ausreichend hochwertige nahrung zu sich nehmen zu können. in diesem zeitraum ist das zwischenhirn oder raubtierhirn entstanden, das hochwertige eiweisse zb. tierischer herkunft vorausgesetzt hat. um strenge winter und raubtiere überwinden zu können, haben sich sippen- und familien-ähnliche strukturen gebildet. hier übernimmt das männchen auch eine gewisse rolle und es kommt zu einer gewissen arbeitsteilung. eine familien-ähnliche bindung hat sich positiv auf das überleben der art unter diesen umständen ausgewirkt. eine strategie für diese intensivere bindung war, dass das weibchen nun auch paarungsbereit war, ohne unmittelbares interesse, trächtig zu werden.
im zuge der sozialisierung erfolgte die paarbildung teilweise gelenkt. aus bestimmten stammeskulturen ist auch bekannt, dass weibchen, die unfrieden in ihren stamm brachten, gegen andere weibchen anderer stämme eingetauscht wurden. das brachte unbewusst eine genetische durchmischung, und diese weibchen ordneten sich in anderen stämmen besser ein. in der regel waren sie dort nicht mehr verhaltensauffällig. es wird auch berichtet, dass diese ausgetauschten weibchen in spätestens drei monaten die sprache ihres neuen stammes vollkommen und akzentfrei erlernten.
diese teilweise gelenkte paarbildung hatte zur folge, dass sich frauen trotzdem mit männern mit geeigneter genetik gepaart haben. in solchen beziehungen kam es zu außerordentlich vielen kuckuckskindern. erheblich mehr als in beziehungen, die relativ frei eingegangen wurden. die kultur hat unbewusst strategien entwickelt, wie frauen zugang zu genetisch geeigneten männern fanden. u.a. wird in einer historischen quelle berichtet, dass sich auf der wallfahrt nach mariazell auffällig viele frauen aus besseren kreisen befänden, die mit ihrem liebhaber im gefolge eine zeit lang ungestört verbringen wollten. auch das fallweise intensive bedürfnis, auf kur zu fahren, hatte oft ähnlichen hintergrund.
allmählich eignete sich der mensch einen aufrechten gang an. die scham des weibchens verschwand aus dem blickfeld des männchens. wenn heute frauen lippenstift einsetzen, signalisieren sie damit unbewusst angeschwollene schamlippen und paarungsbereitschaft. männer in unserem kulturkreis können mit diesem signal umgehen. männer aus anderen kulturkreisen interpretieren das möglicherweise anders. erotische signale wie besonders kleidung, düfte, bestimmte verhaltensmuster, das nachahmen von stil-ikonen und stars werden bewusst oder unbewusst eingesetzt, um möglichst attraktiv zu erscheinen. nicht alle haben gelernt, mit diesen reizen umzugehen.
etwa im 18.jahrhundert wurde die romantische liebe erfunden. sie sitzt in unserem großhirn. unser bedürfnis nach macht, status, einfluss und ansehen beeinflusst heute zusehends unsere wahrnehmung fürs andere geschlecht. hinter dem anhimmeln von superstars steckt heute möglicherweise der instiktive glaube, dieser hätte besonders gute gene. hinter dem anhimmeln sehr begüterter menschen steckt möglicherweise das streben nach versorgungssicherheit.
viele mechanismen funktionieren in unserem hinterkopf immer noch so wie vor 100 000 oder 200 000 jahren. sie werden allerdings durch den sozialisierungsprozess, heute erziehung und prägung unserer kultur deutlich überlagert.
hormonelle verhütung täuscht eine schwangerschaft vor, und bringt damit die emotionale wahrnehmung von frauen teilweise massiv durcheinander. im paarungsmodus wird ein samenspender mit möglichst abweichender genetik gesucht. im schwangerschaft- oder hormonelle-verhütungs-modus sucht die frau wieder ein umfeld mit ähnlichen genen. geht eine frau während der hormonellen verhütung eine tiefere beziehung ein, kann es vorkommen, dass sie bei absetzen der pille ihren mann plötzlich nicht mehr riechen kann. es kann in weiterer folge auch dazu führen, dass der körper der frau wegen instinktiv festgestellter nichteignung des spermas den transport zum ei verhindert. ein nicht gerade geringer anteil an unerwünschter kinderlosigkeit ist auf dieses phänomen zurück zu führen.
dr. med. eckart von hirschhausen hat einmal gemeint, es wäre ganz leicht zur richtigen partnerin zu kommen. man müsse nur ein einem nicht gerade frisch gewaschenen zustand mit erhobenen armen durch eine menschenmenge gehen, sodass die anwesenden weibchen den genetischen geruch wahrnehmen und ihm folgen können. auf diese weise ist die wahrscheinlichkeit groß, dass dich das richtige weibchen findet. für das weibchen ist die genetische eignung des männchens enorm wichtig. für das männchen ist die genetische eignung des weibchens untergeordnet. es ist anzunehmen, dass bei sog. seelengefährten, wie es john gray beschreibt, diese genetische eignung des männchens für das weibchen eine massgebliche rolle spielt.
die wahrnehmung des geeigneten partners wird wie oben teilweise erwähnt beeinträchtigt. durch hormonelle verhütung, alkoholeinfluss, parfums, zigarettenrauch. die in der folge eintretende beeinträchtigung der wahrnehmung der frau könnte auch hauptursache für die sehr hohen trennungsraten und auseinandersetzungen in folge von trennungen sein.
wollen sie sich in die thematik vertiefen, kann ich ihnen folgende autoren empfehlen:
bereits erwähnt:
eckart von hirschhausen, diverse
john gray,div.
weiters:
demond morris, der nackte affe
robin baker, krieg der spermien (er beschreibt 36 paarungsstrategien), höchst empfehlenswert!
richard david precht, div.
christine hackl, vorträge
wenn sie die thesen oben gut nachvollziehen können oder anderer meinung sind, können sie das gerne artikulieren. unten befindet sich eine kommentarfunktion oder per mail an stratem@gmx.net .
evolutionsbiologisch sitzt unser paarungsverhalten im kleinhirn, dort wo alle unsere instinkte sitzen. evolutionsbiologisch hat paarung einen sinn: die erhaltung und vermehrung der eigenen art. ursprünglich war es auch darauf beschränkt. als unsere vorfahren in einer umgebung lebten, wo futter ganzjährig zur verfügung stand, keine besonderen gefahren drohten, war die bildung einer klassischen familie nicht notwendig. war das weibchen in einer versorgungslage, um ein kind auszutragen, startete der zyklus, es zeigte paarungsbereitschaft, diese wurde einem genetisch geeigneten männchen signalisiert, es kam zur paarung, zum eisprung und idr. zu einer erfolgreichen trächtigkeit. darüber hinaus spielte das männchen in dieser struktur keine rolle.
war die versorgung des weibchens schlecht, zb. war es wegen nahrungsmangel oder krankheit zu sehr abgemagert, setzte der zyklus aus. ein effekt, den wir auch heute bei frauen kennen. wurde die versorgung wieder besser, setzte der zyklus wieder ein und es kam wieder zu einer trächtigkeit.
das weibchen hat sich instinktiv einen paarungspartner gesucht, der sich genetisch möglichst weit von ihr unterschieden hat. sie wollte damit inzucht vermeiden. eine trächtigkeit war eine große resourcen-verbrauchende investition. ein kind sollte lebensfähig sein und bis zur selbsterhaltungsfähigkeit aufgezogen werden können. kam es zu keiner erfolgreichen paarung, folgte der nächste eisprung ca. 28 tage später, so lange, bis es wieder zu einer erfolgreichen trächtigkeit kam. möglicherweise wurde die hauptpaarungszeit mit den jahreszeiten synchronisiert, dass die kinder nicht in ungünstigen jahreszeiten mit zu geringem nahrungsangebot geboren wurden und dadurch eine zu geringe überlebensfähigkeit gegeben war.
war eine paarung erfolgreich, suchte das weibchen wieder sein eigenes umfeld, also menschen mit ähnlichen genen auf, um in einer vertrauten sicheren umgebung das kind austragen, gebären und hochziehen zu können. ähnliche verhaltensmuster finden wir auch heute noch.
da unsere vorfahren noch etwas gebückt gingen, reichten eine anschwellende scham und eine bestimmte duft-signale aus, um männchen zur paarung anzulocken. beides wird die menschheit in ähnlicher form noch lange begleiten. dass männchen überwiegend auf optische reize reagieren, während frauen überwiegend auf olfaktorische reize ansprechen, hat also auch einen tieferen biologischen sinn.
als der mensch seinen lebensraum in unwirtlichere gegenden verlegte, war er gezwungen zu jagen, um in zeiten längerer schneedecke oder frost ausreichend hochwertige nahrung zu sich nehmen zu können. in diesem zeitraum ist das zwischenhirn oder raubtierhirn entstanden, das hochwertige eiweisse zb. tierischer herkunft vorausgesetzt hat. um strenge winter und raubtiere überwinden zu können, haben sich sippen- und familien-ähnliche strukturen gebildet. hier übernimmt das männchen auch eine gewisse rolle und es kommt zu einer gewissen arbeitsteilung. eine familien-ähnliche bindung hat sich positiv auf das überleben der art unter diesen umständen ausgewirkt. eine strategie für diese intensivere bindung war, dass das weibchen nun auch paarungsbereit war, ohne unmittelbares interesse, trächtig zu werden.
im zuge der sozialisierung erfolgte die paarbildung teilweise gelenkt. aus bestimmten stammeskulturen ist auch bekannt, dass weibchen, die unfrieden in ihren stamm brachten, gegen andere weibchen anderer stämme eingetauscht wurden. das brachte unbewusst eine genetische durchmischung, und diese weibchen ordneten sich in anderen stämmen besser ein. in der regel waren sie dort nicht mehr verhaltensauffällig. es wird auch berichtet, dass diese ausgetauschten weibchen in spätestens drei monaten die sprache ihres neuen stammes vollkommen und akzentfrei erlernten.
diese teilweise gelenkte paarbildung hatte zur folge, dass sich frauen trotzdem mit männern mit geeigneter genetik gepaart haben. in solchen beziehungen kam es zu außerordentlich vielen kuckuckskindern. erheblich mehr als in beziehungen, die relativ frei eingegangen wurden. die kultur hat unbewusst strategien entwickelt, wie frauen zugang zu genetisch geeigneten männern fanden. u.a. wird in einer historischen quelle berichtet, dass sich auf der wallfahrt nach mariazell auffällig viele frauen aus besseren kreisen befänden, die mit ihrem liebhaber im gefolge eine zeit lang ungestört verbringen wollten. auch das fallweise intensive bedürfnis, auf kur zu fahren, hatte oft ähnlichen hintergrund.
allmählich eignete sich der mensch einen aufrechten gang an. die scham des weibchens verschwand aus dem blickfeld des männchens. wenn heute frauen lippenstift einsetzen, signalisieren sie damit unbewusst angeschwollene schamlippen und paarungsbereitschaft. männer in unserem kulturkreis können mit diesem signal umgehen. männer aus anderen kulturkreisen interpretieren das möglicherweise anders. erotische signale wie besonders kleidung, düfte, bestimmte verhaltensmuster, das nachahmen von stil-ikonen und stars werden bewusst oder unbewusst eingesetzt, um möglichst attraktiv zu erscheinen. nicht alle haben gelernt, mit diesen reizen umzugehen.
etwa im 18.jahrhundert wurde die romantische liebe erfunden. sie sitzt in unserem großhirn. unser bedürfnis nach macht, status, einfluss und ansehen beeinflusst heute zusehends unsere wahrnehmung fürs andere geschlecht. hinter dem anhimmeln von superstars steckt heute möglicherweise der instiktive glaube, dieser hätte besonders gute gene. hinter dem anhimmeln sehr begüterter menschen steckt möglicherweise das streben nach versorgungssicherheit.
viele mechanismen funktionieren in unserem hinterkopf immer noch so wie vor 100 000 oder 200 000 jahren. sie werden allerdings durch den sozialisierungsprozess, heute erziehung und prägung unserer kultur deutlich überlagert.
hormonelle verhütung täuscht eine schwangerschaft vor, und bringt damit die emotionale wahrnehmung von frauen teilweise massiv durcheinander. im paarungsmodus wird ein samenspender mit möglichst abweichender genetik gesucht. im schwangerschaft- oder hormonelle-verhütungs-modus sucht die frau wieder ein umfeld mit ähnlichen genen. geht eine frau während der hormonellen verhütung eine tiefere beziehung ein, kann es vorkommen, dass sie bei absetzen der pille ihren mann plötzlich nicht mehr riechen kann. es kann in weiterer folge auch dazu führen, dass der körper der frau wegen instinktiv festgestellter nichteignung des spermas den transport zum ei verhindert. ein nicht gerade geringer anteil an unerwünschter kinderlosigkeit ist auf dieses phänomen zurück zu führen.
dr. med. eckart von hirschhausen hat einmal gemeint, es wäre ganz leicht zur richtigen partnerin zu kommen. man müsse nur ein einem nicht gerade frisch gewaschenen zustand mit erhobenen armen durch eine menschenmenge gehen, sodass die anwesenden weibchen den genetischen geruch wahrnehmen und ihm folgen können. auf diese weise ist die wahrscheinlichkeit groß, dass dich das richtige weibchen findet. für das weibchen ist die genetische eignung des männchens enorm wichtig. für das männchen ist die genetische eignung des weibchens untergeordnet. es ist anzunehmen, dass bei sog. seelengefährten, wie es john gray beschreibt, diese genetische eignung des männchens für das weibchen eine massgebliche rolle spielt.
die wahrnehmung des geeigneten partners wird wie oben teilweise erwähnt beeinträchtigt. durch hormonelle verhütung, alkoholeinfluss, parfums, zigarettenrauch. die in der folge eintretende beeinträchtigung der wahrnehmung der frau könnte auch hauptursache für die sehr hohen trennungsraten und auseinandersetzungen in folge von trennungen sein.
wollen sie sich in die thematik vertiefen, kann ich ihnen folgende autoren empfehlen:
bereits erwähnt:
eckart von hirschhausen, diverse
john gray,div.
weiters:
demond morris, der nackte affe
robin baker, krieg der spermien (er beschreibt 36 paarungsstrategien), höchst empfehlenswert!
richard david precht, div.
christine hackl, vorträge
wenn sie die thesen oben gut nachvollziehen können oder anderer meinung sind, können sie das gerne artikulieren. unten befindet sich eine kommentarfunktion oder per mail an stratem@gmx.net .
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