seit einiger zeit bin ich wieder in singleforen unterwegs. mir fällt auf, dass da ziemlich viele leute, männer wie frauen, gerne glücklich in einer beziehung wären, es aber leider nicht sind. woran liegt das? das angebot wäre ja da. dazu kommen meldungen, dass mann oder frau von allen anderen enttäuscht sei. nun sind alle menschen ja nicht von grund auf schlecht oder böse. warum finden wir unser glück nicht?
hol- und bringschuld?
oft les ich, es würde zum glück nur der richtige partner fehlen. macht man es sich nicht zu einfach, auf einen partner zu warten, der einem oder einer das glück bringt? ist glück nicht auch etwas, wo ich selbst auch was dazu beitragen muss? sag ich offen, was ich mir erwarte, was ich mir wünsche und fallweise auch was mich stört? sag ich es in einer weise, die vom partner akzeptiert werden kann?
in vielen fällen sollte der ideale partner zauberer und hellseher sein. er/sie sollte erahnen, was frau/mann gerade zu ihrem/seinem glück braucht. oft sind wir unglücklich. oft nimmt das der partner auch wahr. oft spricht er/sie uns aber nicht drauf an. wir sind menschen und in der regel keine ausgebildeten psycho- oder gesprächstherapeuten. und das rüstzeug, miteinander gut zu kommunizieren, vermittelt uns kaum noch jemand. außer sie hatten glück und es in der herkunftsfamilie gelernt.
gelingt es nicht, konflikte aufzulösen, könnte das zu einem stau führen, der in einer allergischen reaktion endet. dann ist der partner nur mehr mit unglücksgefühlen wahrnehmbar. dann hilft nur mehr so viel abstand, dass es zu keinen weiteren allergischen reaktionen kommen kann. das ist idr. nicht das werk eines einzelnen. meist verursachen das beide gemeinsam.
glück entsteht nicht durch ein holen oder gebracht werden, glück entsteht durch ein geben und nehmen. menschen, die in (für beide) glücklichen beziehungen leben, kriegen das offensichtlich auf die reihe.
da gibts noch ein paar glücksverhinderungsfaktoren ...
manche verwechseln beziehungen mit einer meinungsdiktatur. auch in einer beziehung muss man eine eigene meinung haben dürfen. eine eigene meinung ist das ergebnis meines erfahrungs- und gefühls-horizonts. der unterscheidet sich naturgemäß, auch wenn man in einer längeren beziehung lebt. es ist noch nicht zu allen durchgedrungen, dass zwei menschen nebeneinander durchaus verschiedene meinungen haben dürfen. falsche meinungen gibt es nicht.
wir unterliegen oft prägungen. prägungen aus unserer kindheit infolge erziehung, dem zusammenleben mit geschwistern. dazu kommen unsere aktiven und passiven beziehungserfahrungen. passive beziehungserfahrungen sind solche, die wir in unserem unmittelbaren bekanntenkreis mitbekommen. wenn da kaum positive beziehungserfahrungen dabei waren, ist die gefahr gross, immer wieder in negative schienen hineinzufallen. da fehlt einem dann auch das vorstellungsvermögen, dass und wie beziehungen glücklich gelebt werden könnten.
was mir oft auffällt, ist ein mangel an eigenverantwortlichkeit. wenn etwas nicht rund läuft, muss irgendwer dafür schuld sein. man/frau braucht einen sündenbock. sich aus einer situation rauszunehmen und zu fragen, inwieweit ich zu einem problem etwas beigetragen habe, schaffen viele nicht. lange listen von erklärungen, was der andere alles falsch macht, haben viele schnell bei der hand.
wenn wir jemand kennenlernen, neigen wir oft dazu, unser wunschbild auf diese person zu projizieren. ist das jetzt der oder die richtige, unser traummann oder unsere traumfrau? wollen wir anfangs auch das sehen, was nicht so harmonisch ist? diese wunschbilder lösen sich allmählich auf, sobald wir uns näher kennenlernen. wir zeigen uns auch anfangs nur von der schönen seite. erwin ringel hat es mit dem prinzip "helles zimmer/dunkles zimmer" beschrieben. auf die dauer lässt sich das dunkle zimmer aber nicht verbergen. kann ich damit umgehen, dass ich es mit menschen zu tun habe, und nicht mit traum-figuren?
es gefällt mir, wenn eine frau ankündigt, in hinkunft keine kompromisse mehr einzugehen und der nächste potentielle glücksbringer nach ihrer pfeife zu tanzen hat bzw. ein gewisses anforderungsprofil erfüllen muss. wenn das anforderungsprofil so scharf ist wie ein türschloss, wird vermutlich nur einer von einer million schlüssel (oder mehr) passen. ich wünsch ihr dann bei der suche viel glück.
gundsätzlich spricht nichts gegen eine gewisse erwartungshaltung. nur verstellt sie uns oft den blick auf die realität. warum lassen wir menschen, mit denen wir uns grundsätzlich vorstellen können, glücklich zu sein, nicht einfach mal nur auf uns zukommen? dann sieht man, ob eine gewisse harmonie da ist oder nicht. es geht ja nicht darum, dass nur einer glücklich werden soll. im idealfall werden beide glücklich. und wenn man daran arbeiitet, kann das sogar ordentlich wachsen.
eine der prägungen ist die fähigkeit oder unfähigkeit, zufrieden zu sein. dabei liegt es an uns, unseren blick auch auf das erreichte, und nicht immer nur auf das unerreichte und oft auch nicht erreichbare zu richten. es ist unwahrscheinlich, dass sich der himmel öffnet und der traummann oder ultimative glücksbringer herunterschwebt.
manche mitmenschen neigen dazu, schon in einfachen belastungssituationen überzureagieren oder die kontrolle über sich selbst zu verlieren. wenn jemand mit solchen menschen konfrontiert ist, kommt es in der folge zu einem massiven verbergen von äußerungen und verhaltensmustern, die solche überreaktionen auslösen könnten. das wird auf die dauer für die betroffenen eine ziemlich belastende situation und ist absolut nicht glücksfördernd.
mir gefallen auch frauen, die an den folgen eines ultimativen weisheitsanfalls leiden. sie haben endlich die weisheit für sich entdeckt und alles außerhalb ihres horizonts darf nicht wahr sein. wenn sie nicht in dieses weisheitsmodell reinpassen, können sie der frau auch nicht viel glück bringen. aber das ist ja nicht unser problem.
und eine grundsätzliche frage stellt sich noch: gebe ich jemand überhaupt die chance, etwas zu meinem glück beizutragen? ich vernehm oft ein meckern, warum jemand unglücklich ist, aber kein entsprechendes verhalten. gehts nicht oft darum, mit einem gewissen genuss über einem problem zu brüten, es in wirklichkeit aber gar nicht lösen zu wollen? da unterscheiden sich frauen ganz grundsätzlich von männern. wenn ein mann ein problem identifiziert hat, dann will er es lösen. wenn es gelöst ist, ist er zufrieden. wenn eine frau ein problem hat, will sie in erster linie darüber reden. ein deutscher psychologe hat das gut ausgedrückt. wenn man mit langwierigen sitzungen den konflikt einer frau vollständig aufarbeitet, kommt sie mit großer wahrscheinlichkeit in wenigen wochen oder monaten mit dem selben problem wieder.
ich wünsche allen, die sich auf die reale suche nach glück begeben, viel glück!
hol- und bringschuld?
oft les ich, es würde zum glück nur der richtige partner fehlen. macht man es sich nicht zu einfach, auf einen partner zu warten, der einem oder einer das glück bringt? ist glück nicht auch etwas, wo ich selbst auch was dazu beitragen muss? sag ich offen, was ich mir erwarte, was ich mir wünsche und fallweise auch was mich stört? sag ich es in einer weise, die vom partner akzeptiert werden kann?
in vielen fällen sollte der ideale partner zauberer und hellseher sein. er/sie sollte erahnen, was frau/mann gerade zu ihrem/seinem glück braucht. oft sind wir unglücklich. oft nimmt das der partner auch wahr. oft spricht er/sie uns aber nicht drauf an. wir sind menschen und in der regel keine ausgebildeten psycho- oder gesprächstherapeuten. und das rüstzeug, miteinander gut zu kommunizieren, vermittelt uns kaum noch jemand. außer sie hatten glück und es in der herkunftsfamilie gelernt.
gelingt es nicht, konflikte aufzulösen, könnte das zu einem stau führen, der in einer allergischen reaktion endet. dann ist der partner nur mehr mit unglücksgefühlen wahrnehmbar. dann hilft nur mehr so viel abstand, dass es zu keinen weiteren allergischen reaktionen kommen kann. das ist idr. nicht das werk eines einzelnen. meist verursachen das beide gemeinsam.
glück entsteht nicht durch ein holen oder gebracht werden, glück entsteht durch ein geben und nehmen. menschen, die in (für beide) glücklichen beziehungen leben, kriegen das offensichtlich auf die reihe.
da gibts noch ein paar glücksverhinderungsfaktoren ...
manche verwechseln beziehungen mit einer meinungsdiktatur. auch in einer beziehung muss man eine eigene meinung haben dürfen. eine eigene meinung ist das ergebnis meines erfahrungs- und gefühls-horizonts. der unterscheidet sich naturgemäß, auch wenn man in einer längeren beziehung lebt. es ist noch nicht zu allen durchgedrungen, dass zwei menschen nebeneinander durchaus verschiedene meinungen haben dürfen. falsche meinungen gibt es nicht.
wir unterliegen oft prägungen. prägungen aus unserer kindheit infolge erziehung, dem zusammenleben mit geschwistern. dazu kommen unsere aktiven und passiven beziehungserfahrungen. passive beziehungserfahrungen sind solche, die wir in unserem unmittelbaren bekanntenkreis mitbekommen. wenn da kaum positive beziehungserfahrungen dabei waren, ist die gefahr gross, immer wieder in negative schienen hineinzufallen. da fehlt einem dann auch das vorstellungsvermögen, dass und wie beziehungen glücklich gelebt werden könnten.
was mir oft auffällt, ist ein mangel an eigenverantwortlichkeit. wenn etwas nicht rund läuft, muss irgendwer dafür schuld sein. man/frau braucht einen sündenbock. sich aus einer situation rauszunehmen und zu fragen, inwieweit ich zu einem problem etwas beigetragen habe, schaffen viele nicht. lange listen von erklärungen, was der andere alles falsch macht, haben viele schnell bei der hand.
wenn wir jemand kennenlernen, neigen wir oft dazu, unser wunschbild auf diese person zu projizieren. ist das jetzt der oder die richtige, unser traummann oder unsere traumfrau? wollen wir anfangs auch das sehen, was nicht so harmonisch ist? diese wunschbilder lösen sich allmählich auf, sobald wir uns näher kennenlernen. wir zeigen uns auch anfangs nur von der schönen seite. erwin ringel hat es mit dem prinzip "helles zimmer/dunkles zimmer" beschrieben. auf die dauer lässt sich das dunkle zimmer aber nicht verbergen. kann ich damit umgehen, dass ich es mit menschen zu tun habe, und nicht mit traum-figuren?
es gefällt mir, wenn eine frau ankündigt, in hinkunft keine kompromisse mehr einzugehen und der nächste potentielle glücksbringer nach ihrer pfeife zu tanzen hat bzw. ein gewisses anforderungsprofil erfüllen muss. wenn das anforderungsprofil so scharf ist wie ein türschloss, wird vermutlich nur einer von einer million schlüssel (oder mehr) passen. ich wünsch ihr dann bei der suche viel glück.
gundsätzlich spricht nichts gegen eine gewisse erwartungshaltung. nur verstellt sie uns oft den blick auf die realität. warum lassen wir menschen, mit denen wir uns grundsätzlich vorstellen können, glücklich zu sein, nicht einfach mal nur auf uns zukommen? dann sieht man, ob eine gewisse harmonie da ist oder nicht. es geht ja nicht darum, dass nur einer glücklich werden soll. im idealfall werden beide glücklich. und wenn man daran arbeiitet, kann das sogar ordentlich wachsen.
eine der prägungen ist die fähigkeit oder unfähigkeit, zufrieden zu sein. dabei liegt es an uns, unseren blick auch auf das erreichte, und nicht immer nur auf das unerreichte und oft auch nicht erreichbare zu richten. es ist unwahrscheinlich, dass sich der himmel öffnet und der traummann oder ultimative glücksbringer herunterschwebt.
manche mitmenschen neigen dazu, schon in einfachen belastungssituationen überzureagieren oder die kontrolle über sich selbst zu verlieren. wenn jemand mit solchen menschen konfrontiert ist, kommt es in der folge zu einem massiven verbergen von äußerungen und verhaltensmustern, die solche überreaktionen auslösen könnten. das wird auf die dauer für die betroffenen eine ziemlich belastende situation und ist absolut nicht glücksfördernd.
mir gefallen auch frauen, die an den folgen eines ultimativen weisheitsanfalls leiden. sie haben endlich die weisheit für sich entdeckt und alles außerhalb ihres horizonts darf nicht wahr sein. wenn sie nicht in dieses weisheitsmodell reinpassen, können sie der frau auch nicht viel glück bringen. aber das ist ja nicht unser problem.
und eine grundsätzliche frage stellt sich noch: gebe ich jemand überhaupt die chance, etwas zu meinem glück beizutragen? ich vernehm oft ein meckern, warum jemand unglücklich ist, aber kein entsprechendes verhalten. gehts nicht oft darum, mit einem gewissen genuss über einem problem zu brüten, es in wirklichkeit aber gar nicht lösen zu wollen? da unterscheiden sich frauen ganz grundsätzlich von männern. wenn ein mann ein problem identifiziert hat, dann will er es lösen. wenn es gelöst ist, ist er zufrieden. wenn eine frau ein problem hat, will sie in erster linie darüber reden. ein deutscher psychologe hat das gut ausgedrückt. wenn man mit langwierigen sitzungen den konflikt einer frau vollständig aufarbeitet, kommt sie mit großer wahrscheinlichkeit in wenigen wochen oder monaten mit dem selben problem wieder.
ich wünsche allen, die sich auf die reale suche nach glück begeben, viel glück!
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