Mittwoch, 11. April 2018

vernissage

vor einigen tagen ging ich mit einem bekannten zu einer vernissage. aus begreiflichen gründen will er nicht beim namen genannt werden. seine situation ist bzw. war nicht unähnlich. an einem stehtisch bei einem glas wein ergibt sich ein gespräch mit einem herrn und einer dame, die zusammen gekommen sein dürften. es ergibt sich ein interessanter smalltalk, nach ca. fünf minuten stellt sich raus, es handelt sich um den vorstand oder leiter des örtlichen jugendamts. mein kollege schaut mich kurz an, wendet sich dem herrn zu und fragt: "werden in ihrem amt eigentlich nur arschlöcher beschäftigt oder verirren sich normale mitarbeiter mit einem einigermaßen normalen instinkt auch in ihr amt? wissen sie, ich war zwangsläufig 15 jahre kunde in ihrer behörde und was anderes als arschlöcher sind mir dort nicht untergekommen". auch ich war über die offenheit meines begleiters überrascht. dass er brösel mit dem amt hatte, war bekannt. allerdings sind seine kinder schon ein paar jahre lang raus aus den fängen der kinder- und jugendschützer.

der angesprochene herr schien unter fallweisen sprachstörungen zu leiden. ungewohnt wortkarg suchte er nur mehr das gespräch mit seiner begleitung. nachdem er sein glas geleert hatte, verabschiedete er sich halbleise und verschwand.


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