Sonntag, 11. März 2018

wenn mit biologischer problemlösung spekuliert wird

auf einer tagung treffe ich johan. johan ist nicht in österreich geboren, deshalb schreibt er sich mit nur einem n. johan hat sichtlich schon einiges hinter sich. 15 jahre konflikt mit einer völlig durchgeknallten frau, ein halbes dutzend behörden, die schon mit seinem fall befasst wurden. er habe aber keine chance gegen eine besser gestellte österreicherin.

johan habe schon zwei lebensbedrohliche situationen erlebt, und sie mit glück durchgestanden. es sei ihm bewusst, dass das jederzeit wieder eintreten könne. johan falle nun auf, dass sich behördenverfahren in letzter zeit fast unendlich in die länge ziehen. die letzte beschwerde, die er eingebracht habe, wurde vom verfahren her so angelegt, dass unter einem halben jahr kein entscheid zu erwarten sei. möglicherweise dauere es auch ein dreiviertel jahr oder länger. irgendwie wird johan die ahnung nicht los, die behörde lasse sich im wissen um seinen gesundheitlichen zustand absichtlich möglichst viel zeit, vielleicht würde sich das problem ja inzwischen auf biologische art und weise lösen. sprich, er würde vor einer entscheidung der behörde versterben und das verfahren wäre damit zu ende. und dieselbige würde sich eine weitere peinlichkeit ersparen.

johan versucht sich nun bestmöglich zu schonen. den gefallen, einen erwartungsgemäß in vielen punkten fragwürdigen bescheid nicht zu erleben oder beeinspruchen zu können, will er den beteiligten nicht machen. johan macht einen gesunden und stabilen eindruck. ich hoffe, er schafft es durchzuhalten, bis er die ganze schweinerei endlich hinter sich hat. vier oder fünf jahre kann das noch dauern. dann hat er es hoffentlich hinter sich gebracht.

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