Donnerstag, 10. März 2016

weltfurientag

8. märz ist weltfrauentag. stefan stösst das sauer auf. dieses permanente weibliche anbiederungsgeschwafel schon eine woche vor dem 8. beginnend geht ihm ordentlich auf den keks. stefan würde lieber einen weltfurientag einführen. dass auch die leute etwas zu feiern haben, die sich als opfer von frauen fühlen.

stefan fühlt sich ein bisschen als opfer. er will es nicht zugeben, aber man merkt es ihm an.

zweimal ist stefan bereits in beziehungen gelandet, die anfangs toll waren. als sich ein gewisses abhängigkeits- oder naheverhältnis ergab, entwickelten sich seine partnerinnen zu furien. aus seiner perspektive sieht er das jedenfalls so.

die situation sei paradox, so stefan. als mann musst du dich an alles halten. bei frauen ist das wurscht. wenn ein mann in trennungssituationen etwas sagt, wird alles was er sagt, sofort in frage gestellt, oder auf die goldwaage gelegt. sagt eine frau was, wird das sofort als wahr und richtig angenommen.  passiere einem mann ein fehler, kriegt er sofort eine auf den latz. macht eine frau einen fehler, scheinen sich verantwortliche in einem künstlichen tierschlaf zu befinden.

manchmal kam sich stefan vor wie im falschen film. würde eine frau schwerwiegende drohungen aussprechen, passiere gar nichts. verliert ein mann ein verkehrtes wort oder sagt er was missverständliches, müsse er damit rechnen, dass plötzlich die wega vor der tür steht, er weggewiesen werde, liebe briefe von rechtsanwälten und behörden eintrudelten. wie er zu dieser ansicht kommt, kann ich in deiser intensität zwar nicht nachvollziehen, aber es ist sein subjektiver erfahrungshorizont. ob stefan schon erfahrungen mit der wega gemacht hat, ist mit nicht bekannt. mit einem gewissen drohszenario dürfte er jedenfalls konfrontiert gewesen sein.

stefan ist nun ziemlich vorsichtig geworden. frauen lässt er keine an sich heran. die spiele der frauen kenne er nun gut genug. sich totstellen, ausrasten, nach belieben neue sündenböcke erfinden, nie für etwas verantwortlich sein wollen und das spielen einer scheinbar perfekten opferrolle. und die meisten fielen darauf rein.

stefan betreibt nun selbstschutz. vorsicht sei die mutter der porzellankiste. ganz scheint er aber die hoffnung noch nicht aufgegeben zu haben, dass es noch irgendwo eine frau gibt, die einigermaßen rund läuft. so drückt es zumindest stefan aus. ich bleibe mit ihm in kontakt und hoffe für ihn das beste.

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